Gute Gemeindepolitik orientiert sich massgeblich an den Bedürfnissen der Bevölkerung. Doch wie erfah-ren Gemeinderät*innen und Verwaltungen, was die Menschen vor Ort denken, was sie beschäftigt und was sie sich von ihrer Gemeinde wünschen? Ohne verlässliche Grundlage bleibt politisches Handeln oft Vermutungssache.
Kontextplan begleitet Gemeinden in der Schweiz dabei, genau diese Grundlage mit dem Gemeinderadar zu schaffen. Die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) gewährleistet seit 2026 die wissenschaftliche Fundierung des Instruments.
Der Gemeinderadar: Bevölkerungsmeinung strukturiert erfassen
Der Gemeinderadar ist ein partizipatives Tool, das gezielt im Rahmen des strategischen Prozesses eingesetzt wird. Es besteht aus einer Bevölkerungsbefragung und einer internen Umfrage im Gemeinderat und der Verwaltung. Die Bevölkerungsbefragung ermöglicht es Gemeinden, ein präzises und differenziertes Bild davon zu gewinnen, wie die Bevölkerung aktuelle Themen, Entwicklungen und Leistungen der Ge-meinde wahrnimmt.
Die Ergebnisse fliessen direkt in die Standortbestimmung ein, einem zentralen Schritt im Kontextplan-Strategieprozess für Gemeinden. Anstatt sich ausschliesslich auf interne Einschätzungen oder vereinzelte Rückmeldungen zu stützen, erhalten Gemeinderat und Verwaltung eine fundierte, repräsentative Sicht von aussen.
Strategischer Prozess mit rotem Faden
Der Gemeinderadar ist Teil eines umfassenderen Begleitangebots. Kontextplan unterstützt Gemeinden bei der politischen Führung mit einem strukturierten, pragmatischen Prozess, der auf vier Grundsätzen beruht:
- Strukturierter Prozess für Verwaltung und Politik: Strategische Arbeit wird zum «courant normal», also zu einem festen Bestandteil des politischen Alltags.
- Pragmatisch und massgeschneidert: Das Vorgehen orientiert sich an den konkreten Bedürfnissen und Ressourcen der Gemeinde.
- Einbezug der Bevölkerung: Partizipation wird nicht dem Zufall überlassen, sondern gezielt und struk-turiert eingeplant.
- Kontinuität unabhängig von Wahlen: Strategische Ziele überdauern Legislaturwechsel und sichern die langfristige Entwicklung der Gemeinde.

Themen wie Zentrumsentwicklung, Schulraumplanung, Immobilienstrategie oder Innenentwicklung lassen sich so auf einer soliden, demokratisch legitimierten Grundlage angehen.
Im Sinne der Bevölkerung handeln
Der Gemeinderadar schafft eine sachliche, strukturierte und handlungsorientierte Grundlage für den Stra-tegieprozess. Gemeinden, die wissen, was ihre Bevölkerung denkt, können gezielter priorisieren, überzeugender kommunizieren und Vertrauen aufbauen.
Möchten Sie erfahren, wie der Gemeinderadar in Ihrer Gemeinde eingesetzt werden kann? Nehmen Sie mit uns Kontakt auf.
Eva Gerber
Partnerin, Mitglied der Geschäftsleitung,
Co-Leitung Gesellschaft – Raum – Prozess
Serena Rickenbacher
Projektleiterin Gesellschaft – Raum – Prozess